Neben dem ersten Trailer zum deutschen RPG Venetica kann ich euch hier exklusive Bilder und Infos zeigen respektive verraten.

Alles beginnt damit, dass der Tod von einem hinterhältigen und machtbessessenen Nekromanten hinters Licht geführt wurde und nun unsterblich ist. Der Tod ist dabei in Veneticia ein ganz normaler Mensch mit besonderen Fähigkeiten. “Corpus”, ein geheimes Gremium, wählt daraufhin einen neuen Verantwortlichen, der dafür verantwortlich ist, dass die Toten sicher in der Unterwelt eintreffen. Dazu stehen Demjenigen übernatürliche Kräfte zur Verfügung.

Victor soll der neue Tod werden. Wie man sich schon denken kann, geht das Ganze in die Hose und Victor stöbert in okkulten Büchern herum, um sich des Wissens der Nekromanten zu bereichern. “Corpus” reagiert prompt und entlässt Victor als Tod. Dieser hingegen sucht sich ein paar Helfer und beschließt durch ein Ritual untot zu werden, um später mächtiger als der Tod selber zu werden und ihn zu töten. Ja, der Tod kann sterben. Ist eben ein normaler Mensch wie der Nikolaus und ich.

Und da kommt auch schon die hübsche Tochter Victors, Scarlett, die nun auch übermenschliche Kräfte besitzt und damit auch gegen die Regeln des “Corpus” verstoßen. Sie ist jedoch die letzte Hoffnung, um den unsterblichen Nekromanten den Gar aus zumachen. Zu Beginn weiß Scarlett noch nichts von ihrem Glück, doch bald bekommt sie die Erleuchtung (klingelts?^^) vom Vadder Tod persönlich. Als dieser dann von den Plänen des “Corpus” erfährt, muss er, um sein eigenes Leben (na?) zu sichern, seine einzige Tochter töten. Wie es sich für einen Sauron Tod gehört, sendet er seine Schergen aus und das Spiel fängt an.

Scarlett lässt sich in der wunderschönen 3D-Grafik entweder mit der Kombi aus Maus und Tastatur oder mittels Gamepad durch die Levels in der 3rd-Person-Ansicht (”von hinten”) grazil steuern. Da das Spiel ja für PC und Xbox 360 kommt, werden wohl beide Bedienungsmöglichkeiten gleich gut werden. Dabei hat man viel Freiraum und kann als Buttonsmasher oder Komboking die Kämpfe bestreiten. Dadurch haben Einsteiger wie Profis etwas vom breiten RPG-Kuchen ab. Neue Fähigkeiten lernt Scarlett obligatorisch nach und nach dazu. :)

Es wird vier verschiedene Waffengattungen geben, darunter flinke Schwerter und träge Hämmer. Nettes Detail: Es soll öfters passieren, dass man bestimmte Areale zu Beginn noch nicht sehen soll, etwa eine simple Holztür versperrt den Weg. Hat man dann später die passende Waffe, haut man mit dem Hammer alles kurz und klein und kommt somit in neue Bereiche. Die Gegner haben verschiedene Schwachpunkte. Sie sind beispielsweise vorne gut gepanzert und müssen mit gezielten, flinken Hieben an den Seiten zu Fall gebracht werden. Dann gibt es noch hummerartige Geschöpfe, die ringsrum gut gepanzert sind und nur mittels Hammer (im wahrsten Sinne) zu knacken sind.

Es wird zudem mit speziellen, noch unbekannten Fähigkeiten ausgestatteten Rüstungen geben, die Scarlett den nötigen Schutz verleihen. Dabei kann man sich vorstellen, das beispielsweise ein Holzschild eher weniger gut gegen Feuerangriffe sein wird. Solche Dinge könnten damit gemeint sein.

Zauber spielen auch eine elementare Rolle. Die magische Energie generiert sich nicht von selbst wieder, sondern muss in Gasthäusern oder durch Tränke regeneriert werden - kennt man aus “Onimusha” oder “Baldur’s Gate” bereits.

Am Anfang kann sich noch von sich behaupten: “Ich sehe tote Menschen.” Später kann sie sich auch mit ihnen unterhalten, handeln und kämpfen oder sogar Tote in die Welt der Lebenden zurückholen. Das ist für Scarlett besonders wichtig, da sie ihren Geliebten in der Vorgeschichte verloren hat.

Wichtigstes Talent der Heldin ist das Verhindern des Sterbens. Beim Ableben kann man so direkt wieder ins Geschehen einsteigen, wie man es auch “Prince of Persia” kennt. Statt einer die Zeit zurückdrehenden Sanduhr bedient sich Scarlett dabei anderen Kräften und bringt es fertig, sich an jede beliebige Stelle wieder hinzuteleportieren. Leider gibt es diese Funktion nur in begrenzter Anzahl.

Nun aber zu einem der wichtigsten Punkte im Spiel - dem Schauplatz! Venetica spielt wie der Name verrät komplett in Venedig. Die italienische Küstenmetropole ist dabei nicht in der Jetzt-Zeit zu bewundern, denn Deck 13 bedient sich der Vorlage des 16. Jahrhunderts und eigenen Ideen. So soll man einige Gebäude und Sehenswürdigkeiten wiedererkennen, jedoch auch Neues wiederfinden. So erwarte ich die Rialtobrücke oder den Markusplatz begehen zu können. Komplett frei wird man sich jedenfalls tagsüber, so wie es ausschaut, bewegen können. So kann man Erkundungen einholen, Geschäfte tätigen und Aufgaben annehmen. In der Nacht hingegen wird es gefährlich in der Stadt der Liebe, denn Diebe und Mörder regieren die Straßen. So soll man aber auch selbst die Möglichkeit haben, in andere Häuser einzubrechen. Die Wasserwege soll man auch frei befahren können und so an versteckte Orte kommen, darunter auch die Kanalisation. Dieser einladende Ort birgt Sehenswürdigkeiten wie Kakerlaken oder Ratten und ist stets ein gemütles Plätzchen. Auch auf den Dächern soll es nicht gerade zimperlich zu gehen. Vorbei also mit dem “Ich schleiche alleine auf den Dächern, um nachts Gefahren auszuweichen” aus dem Jump’n'Run “Sly Racoon”. Es soll jedoch keine Hüpf- und Klettereinlagen im Spiel geben.

Fazit: Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Story und Steuerung was werden. Gameplaymäßig sieht und hört sich das Spiel schonmal sehr gut aus/an und auch das Szenario kann mich zumindest sehr überzeugen. :) Da bin ich aber auch guter Dinge. Schließlich ist Deck 13 bereits für einige Hochkaräter (”Jack Keane”, “Ankh”) im wohl handlungsintensivsten Genre, den Adventures, verantwortlich. Grafisch ist Venetica, wie ihr auf den Bildern und im Video seht, jedenfalls eine Wucht. Ich freu mich aufs 3. Quartal 2009. :)